Im Büroflur mitgehört:
“Das war ein echt schlimmer Tag.”
“Ja. Und das schon seit zwei Wochen.”
Im Büroflur mitgehört:
“Das war ein echt schlimmer Tag.”
“Ja. Und das schon seit zwei Wochen.”
E. (11 Jahre): “Studieren will ich nicht. Da sind die Zimmer so klein.”
Heute meine Chefs mit dem Dienstwagen nach Saarbrücken gefahren. In der Besprechung aufmerksam, hilfreich und witzig gewesen.
Und was bekomme ich zu hören?
„Sie sind ein guter Chauffeur!“
Na ja, wenigstens etwas.
Die Frau hat heute gezeigt, dass sie als Führungskraft gut geeignet ist. Die ist ja wirklich komplett humorlos.
Ich befürchte, dass in dem Lästerspruch leider etwas Wahrheit steckt. Das tut weh.
Mein Chef heute:
Ich sag das mal verbal.
Das soll er mir mal schriftlich schreiben!
Die Wirtschaftsflaute fördert neue Worte. Wer zu wenig Geld für Urlaub hat, dies aber großkotzig umschreiben will, sagt: “Wir machen dieses Jahr staycation!” und schmückt den Vortrag gerne mit “erholsamer” und “ökologischer”, bei misstrauischen Bekannten auch mit Geschichten über Kidnapping im Hotel oder Zwangsaufenthalt in irgendeinem Flughafen. Bei Zeitmangel einfach “Terror” erwähnen, das wirkt zur Zeit gut.
Die Schweden, sonst Anglizismen sehr zugetan, haben staycation adaptiert. Dort macht man “hemester”. Hem bedeutet Zuhause und semester bedeutet Urlaub.
Heute im Saturn Mannheim, mp3-player-Abteilung:
Kunde: „Ich war letzte Woche schon mal da und hatte nach dem Ersatzakku gefragt. Ist der inzwischen da?“
Verkäufer: „Nein.“
Kunde: „Wann kommen die denn?“
Verkäufer: „Da weiß ich soviel wie Sie. Nichts.“
Kunde (wie ich finde, erstaunlich ruhig): „Wenn Sie welche da hätten, könnten Sie diese verkaufen.“
Verkäufer: „Ja.“
Kunde: „Man sollte doch davon ausgehen, dass Verkaufen das Geschäftsziel ist. Und wenn die Spieler gekauft werden, werden auch die Akkus verlangt.“
Verkäufer: „Da gebe ich Ihnen Recht, aber ich weiß nicht, ob Ware kommt. Das ist jedes Jahr so.“
Kunde, sprachlos, dreht sich nach ein paar Sekunden und geht.
Geiz ist geil, aber ein wenig Service wäre ein wenig geiler.
Bevor die neue Arbeitswoche losgeht noch schnell ein Spruch aus der letzten Woche:
Chef: „Sie haben aber auch einen Scheißjob.“
Ob ihm noch bekannt ist, dass er mir den Job besorgt hat?
Klassische Krimisituation, Leiche im Kofferraum, Polizisten beim Spuren sichern.
Polizist 1: „Im Auto liegt ein Strafzettel.“
Polizist 2: „Vielleicht ist sie von einer Politesse erschlagen worden?“
Kollege 1:
„Das macht Herr Seeling.“Kollege 2, mit gefüllter Kaffeetasse auf dem Weg zurück zum Schreibtisch, singend:
„I am sailing. I am sailing“
Ich bin mir nicht sicher, ob da jeder drüber lachen kann. Ich wäre aber beinahe an meinem Apfel erstickt.