An der Supermarktkasse komme ich mir in letzter Zeit als störendes Element, als Betriebsbremse vor. Obwohl die Kassiererin schon ein paar Tonnen Konsumgüter hinter sich hat, schafft sie es dank moderner Technik mich ins Schwitzen zu bringen. Während ich den Rest des Einkaufswagens noch aufs Band lade, sucht sie schon mit leicht zuckenden Mundwinkeln nach freien Plätzen um den gescannten Warenstrom in der zu kurz konstruierten Auslaufzone unterzubringen.
Den Konstrukteuren der bestimmt nicht billigen Kassen und denjenigen, die die Teile aussuchen, wünsche ich, dass sie mal ein Jahr lang den Wocheneinkauf machen müssen.
Aber wahrscheinlich sehe ich das falsch und das Problem bin wirklich ich. Der Wunsch nach einem Vorgang, der mir als Kunden eine Chance lässt, ist kindisch. Wahrscheinlich noch zurück zum Tippen wollen? Warum kaufe ich auch so viel auf einmal? Dem Geschäft wäre bestimmt auch lieber, wenn ich jeden Tag käme und angemessen proviantieren würde.
Deshalb erkläre ich mich bereit, zukünftig an Kassen ohne Rand einzukaufen. Wenn ich nicht schnell genug bin, fällt halt einiges herunter. Strafe muss sein.