Wir behindern nicht den Verkehr,
wir sind der Verkehr.
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Fühle mich als Fahrradfahrer auch benachteiligt und habe soeben eine Abwrack- bzw. Umweltprämie für den Kauf eines neuen Fahrrades beantragt. Der Verkehrsclub Deutschland wird meinen Antrag an den Staat weiterleiten.
Rechne fest mit einem Brief voller Geld.
Entwurf von Dima Dadshev, Absolvent einer Kunst und Design Akademie in Jerusalem: Eine Straßenbahn, die durch ihr Zick-Zack-Design zum Kommunizieren im Inneren und auch nach draußen auffordern soll. Ich würde beim jetzigen Wetter auf jeden Fall auf einem Balkon mitfahren.
Am Freitag werden Busse und Bahnen in Ludwigshafen bestreikt. Laut Informationen der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) fahren von 4 bis 13 Uhr weder Busse noch Bahnen in Ludwigshafen.
Nicht etwa, wie man denken könnte, weil alle Mitarbeiter streiken. Nein.
„Um Fahrgäste und Kunden nicht unnötig zu verunsichern, haben wir uns entschlossen, die gesamte Dienstleistung in Ludwigshafen einzustellen“.
Genau: Lieber gar nicht zur Arbeit, als etwas zu spät und verunsichert!
In der schwedischen Zeitung Göteborgs-Posten wurden gestern Fahrkartenkontrollen in Form von Razzien angekündigt. Schwarzfahren hat zugenommen und Västtrafik verliert jährlich 40 Mio Kronen. Da kann man schon mal auf die Idee kommen, die in Oslo bereits praktizierte „norwegisch / harte Variante“ zu kopieren: Man stoppt die Straßenbahn zwischen zwei Haltestellen, blockiert die Türen, schaltet die Automaten ab (um Nachentwerten zu verhindern) und kontrolliert mit genügend Personal so schnell als möglich. Wer keine Fahrkarte hat, wird in einen bereitstehenden Bus verfrachtet und kann dort mit dem Personal „in Ruhe“ diskutieren. Polizeikräfte sollen anwesend sein und helfen, da das Personal von Västtrafik z.B. keine Personalien feststellen darf. Alle Reisenden mit Fahrkarte könne nach kurzer Zeit die Fahrt fortsetzen. Klar, dass es das System nicht unbedingt auf den einzelnen Schwarzfahrer abgesehen hat, sondern mehr auf die Abschreckung zielt. Deshalb soll dies auch nur an wenigen Tagen im Jahr über ein paar Stunden stattfinden.
Interessant ist auch mal wieder „der Tag nach der Nachricht“: Die Polizei fühlt sich auf den Schlips getreten, da diese nicht vorher eingebunden wurde und die Sache erst aus der Zeitung erfahren musste. In der Online-Ausgabe der Zeitung kann man die Artikel kommentieren, der Zorn der Bevölkerung macht sich dort Luft. „Västtrafik = Gestapo“ kann man dort lesen, na ja, mann kann es auch übertreiben… Fast 350 Kommentare nach einem Tag, man kann fast zusehen wie die Zahl steigt.
Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Ich glaube, ich bewerte die Gerechtigkeit, dass alle zahlen und sich nicht auf Kosten anderer durchmogeln höher als die Unannehmlichkeit der scharfen Kontrolle.
Und wahrscheinlich kommt es sowieso wieder anders: Nach erhitzter Diskussion in allen Ebenen werden einfach weitere Personale eingestellt und mehr normale Kontrollen durchgeführt.






